Die Stage Bottles kannte ich bisher kaum. Eigentlich nur weil der Stage Bottles Olaf ständig mit seinem Saxophon bei allen möglichen Bands als Gastmusiker auftaucht und von der veralteten Skinheads Doku (mittlerweile bei Sunny Bastards als DVD erhältlich), wo ich aber das was die Band so erzählte und musikalisch vortrug eher langweilig fand... Mit dementsprechend wenig Erwartungen legte ich "Mr. Punch" in den Player und wurde prompt eines besseren belehrt, da schon der Titelsong mich dermaßen weghaut das mal dezent die Lautstärke angehoben werden muss; dick nach vorne gehender gute Laune-Streetrock ohne Proll-Oi-Attitüde und ohne das Bedürfnis sich bei Kollegen aus England oder den Staaten anbiedern zu müssen. Besonders die markant klare Gesangsstimme hebt sich schön vom Rest der Streetpunk-Garde ab. Ein wenig aufgeatmet werden darf erst beim langsamen "Solidarity", welches mir allerdings ein wenig zu sehr nach den Toten Hosen klingt, aber wat solls. Gingen die ersten Songs alle noch mit hohem Tempo straight durch, so wird die Platte ab hier etwas abwechslungsreicher. Mal mit Saxophon, mal mit Ska-Beat ("You can´t just change without making a stand"; befohlener Anspieltipp!) und bei "I´ll never understand" wird mir dann endlich klar an wen mich das die ganze Zeit erinnert: STREET DOGS! Liegt wahrscheinlich auch mit am Gesang, doch auch die durchdachten Texte MIT Aussage schlagen in eine ähnliche Richtung wie die der Jungs um Mike McColgan. Dabei aber absolut eigenständig und mit Wiedererkennungswert. Bin sehr gespannt die Jungs mal live zu sehen!
www.stagebottles.de www.knock-out.de
Sascha
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